Touristen
Tourist zu sein ist für jeden etwas schönes. Unabhängig von Alter und sozialem Umfeld genießt dies jeder wenn er die Gelegenheit hat. Die Welt erkunden, die Sonne Genießen oder einfach neue Partylocations erschließen. Hin und wieder als Tourist die Seele baumeln lassen bevor es zurück in den nicht immer so genussvollen Alltag geht. Doch für Urlausorte sind Touristen nicht immer nur ein Seegen sondern oft auch ein Fluch.
Touristen – Ein Seegen
Da gibt es ganze Gegenden und noch viel mehr einzelne Orte, deren Wirtschaft wäre ohne den Tourismus nicht überlebensfähig. Die verschiedenen Freizeiteinrichtungen vom Strandbad bis zum Indoorkletterpark leben beinahe ausschließlich vom Tourismus oder wären ohne ihn erst gar nicht entstanden. Bars, Clubs, Speiselokale und alle möglichen Übernachtungsbetriebe sind davon Abhängig das Touristen erscheinen. Stetig und ohne ein Jahr der Pause. Mehr Tourismus bedeutet mehr Einnahmen. Für die Betriebe so wie für die Stadtkassen. Eine Saison in der die Touristen fern bleiben und erste Souvenirhändler müssen schließen. Ein zweites Jahr bewirkt den Niedergang mancher Kaffees und Restaurants. Tourismus ist ein Seegen. Tourismus ist Überleben.
Touristen – Ein Fluch
Müll wohin das Auge reicht. Berge von Müll. Die Natur kämpft ums Überleben, ist dem Ersticken nahe. Kein Einheimischer kann ein Auge zu tun. Für eine ganze Saison dieser Lärm. Nichts als Lärm. Das sonst so beschauliche Dorf quillt aus allen Nähten. Menschen. Überall Menschen. Solche der unhöflichen Sorte. Solche die lärmen, pöbeln und Gesetze brechen, in ihrem offensichtliche Vollrausch. Die engen Straßen ein einziges Verkehrschaos. Niemand kann mehr günstig leben. Die Preise im Supermarkt sind auf Spitzenniveau. Tourismusniveau eben. Neuerdings, am Ende der Saison wenn die Touristen verstummen beginnen Baumaschinen zu lärmen. Beinahe 12 Stunden am Tag. Um hässliche Klötze in die schöne Landschaft zu bauen. Klötze für noch mehr Touristen die lärmen, schmutzen und trinken. Wo soll das nur hin führen?